Einstufung und Kennzeichnung

Die Einstufung und Kennzeichnung ist von wesentlicher Bedeutung, um ein hohes Schutzniveau für die menschliche Gesundheit und für die Umwelt sicherzustellen und den freien Verkehr von Stoffen, Gemischen und Erzeugnissen zu ermöglichen.

Die Einstufung und Kennzeichnung ist der Ausgangspunkt für die Gefahrenkommunikation und ist umfassend mit anderen Rechtsvorschriften verknüpft.

Nach Einstufung eines Stoffes oder Gemischs müssen die ermittelten Gefahren anderen Akteuren der Lieferkette einschließlich den Verbrauchern mitgeteilt werden. Die Gefahrenkennzeichnung mit Hilfe von Kennzeichnungsetiketten und Sicherheitsdatenblättern ermöglicht die Mitteilung der Gefahreneinstufung an den Anwender eines Stoffes oder Gemischs, um diesen auf die Gefahr und die Notwendigkeit, den damit verbundenen Risiken entgegen zu wirken, aufmerksam zu machen.

 

Stellen Sie sicher, dass Ihre Informationen über die Einstufung und Kennzeichnung korrekt und aktuell sind.
  • Nehmen Sie stets – ungeachtet des Mengenbereichs – Informationen über die Einstufung und Kennzeichnung in Ihre Registrierung auf.
  • Um Ihren Stoff im Einklang mit der CLP-Verordnung einzustufen und zu kennzeichnen, bewerten Sie die inhärenten Gefahren des Stoffes.
  • Prüfen Sie sorgfältig, dass die für Ihren Stoff gemeldete harmonisierte Einstufung der neuesten Aktualisierung des Anhangs VI der CLP-Verordnung entspricht. Denken Sie daran, dass er in einem Gruppeneintrag aufgeführt sein kann.

 

Stufen Sie mehrkomponentige Stoffe und UVCB-Stoffe richtig ein
  • Generell gilt, dass die Einstufung Ihres Stoffes mit Verunreinigungen, Zusätzen oder mehreren Bestandteilen (eines mehrkomponentigen Stoffes oder UVCB-Stoffes) anhand verfügbarer relevanter Informationen über den Stoff erfolgen sollte.
  • Bei der Einstufung nach krebserzeugenden, erbgutverändernden oder fortpflanzungsgefährdend (CMR-) Eigenschaften oder der Beurteilung der Bioakkumulations- und Abbaueigenschaften innerhalb der Gefahrenklasse „Gewässergefährdend“ sollte die Einstufung des Stoffes in der Regel auch anhand von Informationen über die bekannten einzelnen Bestandteile erfolgen.  
  • Zeigen die Daten über den mehrkomponentigen Stoff oder UVCB-Stoff schwerwiegendere Wirkungen als die Daten über die einzelnen Bestandteile (dies kann bei der Einstufung anhand von CMR-Eigenschaften oder relevanten Wirkungen auf die Bioakkumulations- oder Abbaueigenschaften der Fall sein), sollten Sie diese Daten für die Einstufung verwenden.
  • Bei Nicht-CMR-Gefahrenklassen sollten Daten der Bestandteile für die Einstufung nach den für Gemische geltenden Regeln erfolgen, wenn keine Daten über den Stoff vorliegen.
  • Prüfen Sie keine mehrkomponentigen Stoffe für Einstufungszwecke, wenn Daten über die Bestandteile vorliegen.

 

Aktualisieren Sie Ihre Meldung der Einstufung und Kennzeichnung
  • Gemäß Artikel 41 der CLP-Verordnung bemühen sich die Anmelder und Registranten nach Kräften um eine Einigung über den Eintrag desselben Stoffes in das Verzeichnis. Daher ist es üblich, dass Meldungen aktualisiert werden.

Categories Display

Markiert als:

(Klicken Sie auf die Registerkarte, um nach relevanten Inhalten zu suchen)