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Muss mein Stoff registriert werden?

Sobald Sie die Identität Ihres Stoffs kennen, müssen Sie ermitteln, ob Ihr Stoff registriert werden muss oder ob er von einer Registrierung ausgenommen ist.

Ob Ihr Stoff bereits registriert worden ist, können Sie auf der ECHA-Website überprüfen. Dies dient als erster Hinweis dafür, ob Ihr Stoff registriert werden muss.

 

Schritt 1. Prüfen Sie, ob Ihr Stoff als solcher von einer Registrierung ausgenommen ist

Folgende Stoffe müssen nicht registriert werden – unabhängig davon, wie Sie sie verwenden:

  • Polymere: Stoffe, auf die die Definition eines Polymers gemäß REACH zutrifft, müssen nicht registriert werden; die Monomere und andere für die Herstellung des Polymers verwendete Stoffe müssen hingegen ggf. registriert werden.
  • Stoffe, die unter Anhang V zu REACH fallen: In dieser Liste werden 13 große Stoffkategorien beschrieben.
  • Stoffe, die unter Anhang IV zu REACH fallen: Diese Liste enthält 68 Stoffe mit geringem Risiko, die in der Regel natürlichen Ursprungs sind, wie Wasser.
  • Radioaktive Stoffe: Die Bestimmungen für Stoffe, die solche Strahlenmengen abgeben, dass Personen und die Umwelt geschützt werden müssen, sind der Euratom-Richtlinie zu entnehmen.
  • Stoffe, für die im Interesse der Landesverteidigung eine einzelstaatliche Ausnahme gilt.
Schritt 2. Prüfen Sie, ob die Verwendung Ihres Stoffs von einer Registrierung ausgenommen ist
Folgende Stoffe müssen nicht registriert werden – sofern sie nur in der untenstehenden Form verwendet werden.
 
Verwenden Sie Ihren Stoff noch für andere Zwecke, muss er registriert werden.
 
  • Nicht-isolierte Zwischenprodukte: Zwischenprodukte, die während der Synthese nicht vorsätzlich aus dem Gerät, in dem die Synthese stattfindet, entfernt werden (außer für Stichprobenzwecke).
  • Stoffe für die produkt- und verfahrensorientierte Forschung und Entwicklung (PPORD): Diese Stoffe sind fünf Jahre lang von einer Registrierung ausgenommen (Verlängerungen möglich), wenn Sie der ECHA Ihre PPORD-Tätigkeiten melden.
  • Stoffe, die in Lebens- oder Futtermitteln vorkommen (einschließlich Verwendungszwecken als Zusatzstoffe oder Aromen).
  • Stoffe (Wirk- oder Hilfsstoffe), die als Arzneimittel für den menschlichen oder tierärztlichen Gebrauch verwendet werden.
  • Wirkstoffe, die in Bioziden oder Pflanzenschutzmitteln zum Einsatz kommen. Diese gelten als bereits registriert.

 

Schritt 3. Prüfen Sie, ob Ihr Stoff aufgrund seiner Herkunft oder Vorgeschichte von der Registrierung ausgenommen ist
Folgende Stoffe müssen nicht registriert werden:
 
  • Reimportierte Stoffe, die bereits registriert wurden.
  • Stoffe, die hinsichtlich einer Wiederausfuhr unter zollamtlicher Überwachung stehen.
  • Abfälle: Stoffe, die laut Definition in der Abfallrahmenrichtlinie als Abfall entsorgt werden (von Haushalten, Unternehmen oder der Industrie), müssen nicht registriert werden, wohingegen Stoffe, die im Rahmen der Abfallwiederaufbereitung produziert werden, generell registriert werden müssen. Ausnahme:
  • Rückgewonnene Stoffe, die bereits registriert wurden.
Für folgende Stoffe gelten laut REACH Sonderbestimmungen, sie sind aber von einer Registrierung nicht ausgenommen:
 
  • Nanopartikel.
  • Nicht gefährliche Stoffe und nicht als gefährlich eingestufte Stoffe.
  • Stoffe in Kosmetika.
  • Materialien, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen.
  • Kraftstoffe.
  • In Zubereitungen unter bestimmten Konzentrationsgrenzen vorkommende Stoffe.
  • Standortinterne oder transportierte isolierte Zwischenprodukte.
  • Besonders besorgniserregende Stoffe.
  • Genehmigungen oder Beschränkungen unterliegende Stoffe.
  • Gemäß Richtlinie 67/548/EWG von einer anderen Person gemeldete Stoffe.
Haben Sie bereits eine Meldung vorgenommen, wird diese nun gemäß REACH als eine Registrierung erachtet, wobei Sie verpflichtet sind, diese Registrierung auf dem neuesten Stand zu halten.

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