IT-Screening-Kampagnen zu Dossiers

Zur Erreichung ihres ersten strategischen Ziels – „Höchstmögliche Verfügbarkeit hochwertiger Daten, um die sichere Herstellung und Verwendung von chemischen Stoffen zu ermöglichen" – arbeitet die ECHA aktiv daran, dass sich die Qualität der in den Registrierungsdossiers bereitgestellten Informationen verbessert. Im Rahmen der zu diesem Zweck eingeleiteten Maßnahmen hat die Agentur, aufbauend auf den bei der Bewertung von Registrierungsdossiers gesammelten Erfahrungen, computergestützte Algorithmen für das Screening der gesamten Datenbank entwickelt, mit deren Hilfe häufig auftretende Mängel erkannt werden können. Dadurch erhält die Agentur einen besseren Überblick über die Qualität der Registrierungsdaten und kann effizienter auf die gefundenen Unstimmigkeiten reagieren.

Die Ergebnisse der ersten Screenings werden Registranten in formlosen Schreiben mitgeteilt. Diese Schreiben enthalten auch Ratschläge dazu, wie die potenziellen Unstimmigkeiten behoben werden können. Die Agentur erwartet, dass Unternehmen diese Schreiben ernst nehmen, ihre Registrierungen spontan aktualisieren und dabei die angesprochenen Probleme beseitigen sowie die so gewonnenen Erkenntnisse nutzen, um dafür zu sorgen, dass sich diese Probleme in zukünftigen Einreichungen nicht wiederholen. Diese Schreiben bieten Unternehmen die Gelegenheit, ihre Dossiers zu verbessern, bevor die ECHA rechtlich verbindliche Maßnahmen, wie Prüfungen auf Erfüllung der Anforderungen, ergreift.

Zwischenprodukte

Die REACH-Verordnung sieht für Zwischenprodukte, die unter streng kontrollierten Bedingungen hergestellt und verwendet werden, geringere Anforderungen an die bereitgestellten Informationen zu den Eigenschaften vor. Außerdem muss für Zwischenprodukte kein Stoffsicherheitsbericht erstellt werden. Das Registrieren von Stoffen als Zwischenprodukte, die die Definition für Zwischenprodukte nicht erfüllen und/oder bei denen die Definition für streng kontrollierte Bedingungen nicht erfüllt ist und für die im Registrierungsdossier keine ausreichenden Informationen zu deren Gefahren und Risiken vorhanden sind, kann dazu führen, dass Arbeitnehmer, Verbraucher oder die Umwelt geschädigt werden. Aus diesem Grund unternimmt die ECHA aktive Schritte, um diese Art von Dossiers auf die Erfüllung der Anforderungen zu prüfen.

 

Supporting material

Stoffidentifizierung

Die REACH-Prozesse hängen wesentlich davon ab, dass die zu registrierenden Stoffe korrekt und konsistent identifiziert werden (SID). Jeder Registrant ist daher verpflichtet, die Identität des Stoffes, den er herstellt oder einführt, ausführlich zu beschreiben. Diese Verantwortung kann nicht allein beim federführenden Registranten einer gemeinsamen Einreichung im SIEF (Forum zum Austausch von Stoffinformationen) liegen.

Die jährlichen Fortschrittsberichte zur Bewertung gemäß REACH zeigen, dass Fehler bei der Stoffidentifizierung zu den häufigsten Mängeln der bei der Agentur eingereichten Registrierungen gehören. Aus diesem Grund hat die ECHA alle REACH-Registrierungen einem computergestützten Screening auf das Vorliegen der für die Stoffidentifizierung erforderlichen Informationselemente unterzogen.

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