Nanomaterials Expert Group

Ziel der NMEG ist es, einen Konsens unter Experten zu wissenschaftlichen und technischen Aspekten hinsichtlich der Umsetzung von REACH, CLP und der Biozidverordnung (BPR) für Nanomaterialien zu finden.

Gründung und Funktion

Die NMEG wurde im Oktober 2012 mit Unterstützung der zuständigen Behörden für REACH und CLP (CARACAL) und der zuständigen Behörden für Biozidprodukte gegründet.
Die ECHA koordiniert die Expertengruppe und stellt für sie die Plattform. Die Agenden für die Sitzungen werden in Abstimmung mit den Mitgliedern der NMEG anhand von Vorschlägen von den teilnehmenden Experten, den zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten (MSCAs), dem Ausschuss der Mitgliedstaaten (MSC), Mitgliedern des Ausschusses für Risikobeurteilung (RAC) und des Ausschusses für Biozidprodukte (BPC), dem ECHA-Sekretariat, der Europäischen Kommission, anderen EU-Agenturen und Vertretern aus der Industrie oder von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) ausgearbeitet.

Auftrag

Der Auftrag der NMEG besteht darin, informelle und unverbindliche wissenschaftliche und technische Beratung zu Fragen im Zusammenhang mit Nanomaterialien oder Nanoformen von Stoffen im Rahmen der Umsetzung von REACH, CLP, BPR, EUON und anderen für die Arbeit der ECHA relevanten Themen zu leisten.

Die NMEG wird durch ihre Tätigkeit nicht in die formellen Regulierungsprozesse gemäß REACH, CLP oder BPR eingreifen. Die NMEG wird das Verständnis spezieller Aspekte im Hinblick auf Nanomaterialien/Nanoformen von Stoffen fördern, was zu fundierteren und effizienteren Diskussionen in den ECHA-Ausschüssen führen soll.

Beteiligung

Die Teilnehmer der NMEG sind benannte Experten aus folgenden Organisationen:

  • Zuständige Behörden der EU-Mitgliedstaaten
  • Europäische Kommission: GD Umwelt (ENV), GD Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU (GROW) und die Gemeinsame Forschungsstelle (JRC)
  • Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA)
  • Interessenverbände
    • Branchenverbände
    • Nichtregierungsorganisationen
Tätigkeiten

Die Themen für die Agenda der NMEG werden von der ECHA oder von den Mitgliedern der Expertengruppe vorgeschlagen. Die Sitzungen sind in der Regel für alle Teilnehmer offen, es sind aber auch geschlossene Sitzungen möglich, an denen nur Behörden teilnehmen.

Die wichtigsten Themen, mit denen sich die NMEG bis dato befasst hat, sind: technische Herausforderungen bei der Registrierung und Beschreibung von Stoffen; praktische Berichterstattung in IUCLID; Bewertung von durch Nanomaterialien bedingten Gefahren für die Umwelt oder die Gesundheit des Menschen; Aktualisierungen zu bestimmten Dossiers oder Stoffbewertungsfälle (in geschlossenen Sitzungen). Die NMEG hat außerdem Fragen zur Ausarbeitung von REACH-Leitlinien für Nanomaterialien besprochen.

Sitzungsdaten und -berichte

Die NMEG trifft sich in der Regel zweimal jährlich.