Risikokommunikationsnetz

Das Netzwerk für Risikokommunikation (Risk Communication Network, RCN) wurde durch den Direktor der ECHA im Herbst 2008 lanciert. Es führt Vertreter der zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten zusammen, die auf nationaler Ebene an der Information der Öffentlichkeit über die sichere Verwendung chemischer Stoffe und die Risiken von Stoffen beteiligt sind.

Das Netzwerk dient als Plattform für die Agentur, mit deren Hilfe sie ihr in der REACH-Verordnung festgelegtes Mandat der diesbezüglichen Beratung erfüllen kann, um so die Mitgliedstaaten bei diesen Aktivitäten zu koordinieren. Verglichen mit den beiden anderen Netzwerken der Agentur, insbesondere dem HelpNet, hat sich das RCN als „semi-aktiv" definiert, was bedeutet, dass bei der Konzeption seiner Aktivitäten die begrenzten Ressourcen berücksichtigt werden, die nationale Behörden für dieses Arbeitsgebiet – über ihre Maßnahmen auf innerstaatlicher Ebene hinaus – einsetzen können

Das Netzwerk bietet eine instrumentelle Arena für den Austausch von Erfahrungen und bewährten Verfahren in diesem spezifischen Bereich der Kommunikation, macht nationale Vertreter mit der wissenschaftlichen Forschung sowie mit operationellen Praktiken zu diesem Thema vertraut und sensibilisiert für die diversen Grundvoraussetzungen für diese Kommunikation – beispielsweise die Notwendigkeit, dass Behörden das Vertrauen ihrer Gesellschaften bereits durch ihre Routinekommunikation über ihre alltäglichen Aktivitäten gewinnen müssen.

Nach seiner Einrichtung hat das RCN seine Rolle genauer festgelegt und fungiert seitdem als spezielles Konsultationsforum zu den Leitlinien der ECHA zur Bereitstellung von Informationen über die Risiken und die sichere Verwendung von Stoffen sowie zu der Studie der Agentur über die Information der Öffentlichkeit. Hierbei handelt es sich um einen Bericht, der gemäß Artikel 34 Absatz 1 der CLP-Verordnung der Europäischen Kommission vorgelegt wird.

Im Einklang mit seinem Ziel, eine Plattform für die Entwicklung praktischer Schritte für die Risikokommunikation zu bieten, ohne eine über die durch die Bestimmungen von REACH vorgesehenen koordinationsorientierten Leitlinien hinausgehende Harmonisierung anzustreben, führt das Netzwerk für Risikokommunikation seine Mitglieder zu gelegentlichen Plenarsitzungen und zu Workshops zusammen, um seine Agenda schrittweise weiterzuentwickeln, und zwar nicht nur als Plattform für den Austausch von Erfahrungen und die Teilnahme an Präsentationen, sondern auch für themenbezogene Schulungsveranstaltungen und andere praxisorientierte und interaktive Aktivitäten.

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